Freitag, 30. Mai 2008

Pink Floyd The Wall (DVD Review)

Vom April 08: 





Pink Floyd The Wall

The Wall von Pink Floyd ist meiner Meinung nach das beste Musikalbum aller Zeiten. Es sollte also klar sein, dass ich bei der Bewertung des Filmes zum Album von 1982 nicht ganz objektiv sein kann.  

Wer "The Wall" kennt (und das tun hoffentlich alle!), der weiss, dass das Album eigentlich ein Track ist und eine relativ komplexe Geschichte erzählt. Somit ist der Film tatsächlich "nur" ein Musikvideo, also er unterlegt die Musik mit Bildern, und bietet praktisch keine Dialoge. Wenn man also den Sound nicht mag, soll man gar nicht versuchen, sich mit der Verfilmung anzufreunden. Wenn man ihn mag, kann man sich eineinhalb Stunden von den Bildern berauschen lassen. Düster, surreal und abartig wurde die Geschichte von Pink und der Mauer, die er zwischen sich und der Umwelt aufbaut, umgesetzt, und man merkt, dass Roger Waters seine Hand massgebend im Spiel hatte. Kritisch gesehen braucht der Film vielleicht eine Weile, bis er in Schwung kommt, in die Abgründe der menschlichen Seele abtaucht, und manche mögen Bob Geldof den Faschistengereral nicht abnehmen. Seine besten Momente hat der Film auf jeden Fall immer dann, sobald er sich von der Realität abwendet und Gerald Scarfe's geniale Animationen zum Zug kommen. Aber auch sonst entfaltet er eine Wirkung, die noch heute ungebrochen ist. Wenn der riesige Adler zu "Goodbye Blue Sky" den Krieg über das Land bringt, Gesichtslose Schüler zu "Another Brick in the Wall" zu Einheitsbrei verarbeitet werden, Bob Geldof zu "Is There Anybody Out There?" seine zertrümmerte Hoteleinrichtung zu einem grotesken Muster formiert und zu "Waiting For The Worms" eine Armee von riesigen Hämmern aufmarsschiert, schlägt das Herz des Fans höher. Aber genug geschwärmt. Der einzige richtige Negativpunkt: "Hey You" fehlt im Film. Trotzdem einer meiner absoluten Lieblinge. Zeitlos. 

ca. 10 von 10 Punkten


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